Institut für Sozialpädagogik (IfS)

Adresse Guerickestraße 27
D-10587 Berlin
Leitung Dr. Britta Marschke
Telefon 0177 / 822 40 91
E-Mail marschke@ina-fu.org
Homepage Alphabetisierung und Bildung in der Moschee (ABCami)

 

Kurzbeschreibung

Das Institut für Sozialpädagogik legt den Schwerpunkt auf das Gebiet der interkulturellen, sozialpädagogischen Lern- und Entwicklungsförderung des konkreten sozialen und gesellschaftlichen Kontextes. Das multikulturelle Team des Institutes arbeitet multidisziplinär. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Lernen voneinander, PraktikerInnen und TheoretikerInnen arbeiten im gemeinsamen, reziproken Prozess auf Augenhöhe miteinander.

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Instituts sind:

  • Auf- und Ausbau von Konzepten zur Weiterbildung und Fortbildung im Bereich der pädagogischen Assistenz, insbesondere Begleitung des pädagogischen Prozesses von IDEA (s. u.) und die Weiterentwicklung der Methode
  • Entwicklung und Erprobung sozialpädagogischer Prozesse für Arbeitssuchende zum Aufbau und Unterstützung von Strukturen zur Selbsthilfe, zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und Eingliederung in den Arbeitsmarkt
  • Begleitung und Initiierung des Diversity-Ansatzes, des interkulturellen Austauschs und der Kommunikation zwischen Aufnahmegesellschaft und Minderheiten in der modernen Gesellschaft
  • Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung von Konzepten und Projekten zu Antidiskriminierung und Antirassismus
  • Unterstützung von sozialpädagogischen Prozessen in der interkulturellen Arbeit durch wissenschaftliche Beratung und Evaluationen Dritter

Mitglieder des Instituts:

  • Prof. Dr. Clemens Seyfried (Psychologe)
  • Özkan Kalkan (Soziologe)
  • Dane Krause (Sozialpädagogin)
  • Ercan Umaç (Sozialpädagoge, Therapeut)
  • Jürg Montalta (Regisseur)
  • Alexander Klose (Jurist)
  • Miriam Schroer-Hippel (Psychologin)

 

Projekte:

IDEA

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben e.V. entwickelt das IfS das Basiskompetenzförderprogramm IDEA fort und begleitet die praktische Anwendung. Interkulturell – Denken – Entdecken – Anwenden fördert Schülerinnen und Schüler einen ihren Fähigkeiten entsprechenden und diese Fähigkeiten optimal fördernden Bildungsprozess zu durchlaufen, um eine tragfähige und belastbare Identität auszubilden. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht mit Bildungsmaßnahmen „versorgt“ werden, sondern durch die Beteiligung an Bildungsmaßnahmen befähigt werden, eigenständige Wege zu finden. Das Konzept legt damit einen Schwerpunkt auf eine personenbezogene, ganzheitliche Herangehensweise und verknüpft diese mit konkreten Arbeitsmodulen. IDEA arbeitet an den Ursachen und beschränkt sich nicht in der Bekämpfung der Symptome. Mittels einer täglichen Förderstunde in den Räumen der Schule wird in kleinen Gruppen von 4-6 Schülerinnen und Schülern kontinuierlich und mit einer persönlichen Vertrauensperson die Motivation zum Lernen ausgebaut. Unterstützend wird anhand des individuellen Lernstandes ein Lernprozess in Deutsch und Mathematik initiiert.

Kontakt: Dr. Britta Marschke

GIZ

 

TBL

TBL (Trust-Based-Learning) zentriert die Disposition Vertrauen als determinierende Variable für Lern- und Entwicklungsprozesse. Dabei stellt die Schwierigkeit der Operationalisierung von vertrauensförderndem Verhalten eine besondere Herausforderung dar. In konkreten Situationen wird dem nachgegangen, was als Aufbau von Vertrauen bei unterschiedlichen pädagogischen Zielgruppen erlebt wird und inwieweit die Reflexion dieser Dimension bei den handelnden pädagogischen AkteurInnen auch entsprechende Verhaltensweisen für den Aufbau von Vertrauen hervorbringt. Im Konzept TBL steht diese Arbeit am Beginn von Lern- und Entwicklungsprozessen und wirkt so nach dieser Klärung einer methodischen Überfrachtung der Lernwege entgegen. Es wird davon ausgegangen, dass nach einer individuellen, inneren Zustimmung für ein konkretes Ziel die Lernarbeit von einzelnen Personen aufgenommen werden kann. Diese innere Zustimmung ist an Vertrauensdimensionen (wie z. B. Selbstvertrauen oder interpersonales Vertrauen) gebunden. Bei Maßnahmen zur Einbindung von Personen in die Arbeitswelt und den damit verbundenen, notwendigen Lernschritten soll im Konzeptkatalog die Vertrauensdimension als Ausgangslage für den Lernprozess stehen. Als Aufgabe stellt sich, theoretisch fundierte und praxisgerechte Entwicklungskonzepte für Personen mit dem Bedarf nach Lernschritten zu gestalten. Die Ausarbeitung dieser Vertrauensdimensionen und eine Hinführung zu einem bewussten Umgang mit der Entwicklung des Vertrauens - unter Einbeziehung der individuellen kulturellen biografischen Kontexte - bei allen an Lernprozessen beteiligten AkteurInnen sind weitere Ziele von TBL.

Kontakt: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

RifE

Mit RIfE (Reflection Instrument for Education) wird ein Instrument zur Erfassung der Reflexionskompetenz in pädagogischen Kontexten zur Verfügung gestellt. Bei Auswahlverfahren für pädagogische Berufe kann RIfE als Teilkomponente eingesetzt werden. Das Instrument fokussiert jene individuellen Dispositionen, die sowohl aus der Diskurs- als auch aus der Erfahrungsperspektive als relevant beschrieben werden. Es geht sowohl um die Bereitschaft als auch um die Fähigkeit konkrete pädagogisch relevante Situationen zu reflektieren. Als Kriterien für die Reflexionsarbeit gelten u. a. deskriptive, interpretative, explanative Aussagen, die sich bezüglich der Bewusstheit über den eigenen Beobachterstatus differenzieren lassen. Die Personalauswahl in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern kann unter diesem Fokus das Kriterium der Reflexionskompetenz als zentrale Kompetenz für AkteurInnen beleuchten und ausdifferenzieren. Ziele sind der Einsatz und die Weiterentwicklung dieses Instruments bei BewerberInnen für pädagogische Berufe.

Kontakt: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

SURE

Das Modell SURE (Subjektive Relevanz) wurde bei Lehramtsstudierenden in der praktischen Ausbildung erprobt, die Ergebnisse der Evaluierung zeigen durchweg positive Effekte. Es handelt sich bei SURE um ein konkretes und klar strukturiertes Vorgehen für die Weiterentwicklung von Handlungskompetenzen in pädagogischen Arbeitssituationen. Die Konzeption erlaubt einerseits eine hohe Selbststeuerung unter Beachtung der Integrität der einzelnen Person, andererseits stellt eine „Fahrplanstruktur“ die klare Vorgangsweise dar. SURE geht davon aus, dass Lösungen für problemhafte Situationen in den AkteurInnen selbst liegen und nur jene Entwicklungsschritte langfristig wirksam sind, die in einem hohen Maß an der Eigenkompetenz der AkteurInnen anknüpfen. Von Interesse in der weiteren Arbeit wird sein, inwieweit dieses Modell von AkteurInnen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern in der konkreten Arbeit als unterstützend erlebt wird und wo Modifikationen im Konzept anstehen.

Kontakt: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

Schaffung von Kompatibilitäten

Um unversorgte BewerberInnen und suchende Betriebe nachhaltig zusammenzuführen, entwickelt das IfS ein Instrument zur Ursachenforschung für die fehlende Kompatibilität zwischen AusbilderInnen und abgelehnten BewerberInnen sowie abbruchgefährdeten Auszubildenden. Analysiert werden auf empirische Weise die Gründe für ein Ablehnen von BewerberInnen, die realen Kriterien für eine Aufnahme in die Ausbildung, sowie die Ursachen für eine vorzeitige Auflösung des Ausbildungsverhältnisses, sowohl aus Sicht der Betriebe als auch aus der Perspektive der Jugendlichen. Neben der Frage sozialer und beruflicher Basiskompetenzen wird der Migrationshintergrund der BewerberInnen und Auszubildenden in seiner Praxisrelevanz problematisiert.

Anhand der Ergebnisse des entwickelten Instruments wird das IfS maßgeschneiderte Aktionspläne erarbeiten, um erfolglose BewerberInnen und suchende Betriebe nachhaltig zueinander zu bringen. Die Jugendlichen sollen zum einen in denjenigen Kompetenzen gestärkt werden, die als defizitär identifiziert wurden. Zum anderen sollen die BewerberInnen und Auszubildenden mit Migrationshintergrund auf ihre potentiellen natürlichen Stärken sensibilisiert werden. Basierend auf den Ergebnissen der Studie sollen ferner Schulungen für die Betriebe konzipiert und durchgeführt werden, die das Personalwesen und die AusbilderInnen in ihrer Entscheidungsfindung, sowie in ihren interkulturellen, pädagogischen und kommunikativen Kompetenzen stärken und eine diskriminierungslose Betriebskultur aufzubauen helfen sollen.

Kontakt: Dr. Britta Marschke

 

Schule ohne Diskriminierung

Diskriminierungen sind im Schulbereich in verschiedenen Konstellationen denkbar. Folgt man der „Schullaufbahn“ ist zunächst die Einschulung bzw. die Aufnahme an einer weiterführenden Schule (z.B. Gymnasium) in den Blick zu nehmen. Im Schulalltag sind Diskriminierungen weiterhin in Form unterbleibender Förderung (z.B. von SchülerInnen, die ein Kopftuch tragen) aber auch von Belästigungen (z.B. im Hinblick auf die Hautfarbe) denkbar. Schließlich kann die Bewertung der SchülerInnen diskriminierende Züge tragen, wenn SchülerInnen trotz gleicher Leistungen unterschiedliche Noten für einzelne Arbeiten oder im Abschlusszeugnis bzw. Empfehlungen für unterschiedliche Schultypen erhalten. Diese denkbaren Diskriminierungsmuster können sich überschneiden und damit in besonderer Weise sichtbar und nachweisbar werden. So etwa, wenn bei der Bildung von Parallelklassen unmittelbar oder mittelbar an die ethnische Herkunft angeknüpft wird. Neben der bereits für sich genommen rechtfertigungsbedürftigen Segregation z.B. nach der Herkunft der SchülerInnen, ihrer Religion, ihrer Muttersprache oder ihren Sprachkenntnissen, ist zu befürchten, dass – entgegen der Behauptung der Schulen – eine adäquate Förderung der SchülerInnen gerade nicht erfolgt und die Klassen vielmehr als „Abstellgleise“ fungieren. Werden Klassen mit einem solchen Stigma belegt, droht nicht nur das Engagement der LehrerInnen zu schwinden, sondern auch die Beurteilung der SchülerInnen darunter zu leiden.

Während das Thema „Diskriminierung an Schulen“ bisher fast ausschließlich im Zusammenhang mit dem Kopftuchverbot für Lehrerinnen diskutiert wird, soll am IfS untersucht werden, welche Möglichkeiten es für SchülerInnen gibt, sich gegen Diskriminierungen (nicht nur, aber auch) mit den Mitteln des Antidiskriminierungsrechts zu wehren und welche strukturellen Veränderungen erforderlich sind, um institutionelle Diskriminierungen im Bildungsbereich zu überwinden.

Kontakt: Alexander Klose

 

Kunst

Die Kunst hat mir als Jugendlicher das Leben gerettet. Verloren in der Welt, abgekapselt vom Kontakt mit Menschen, blieb ich in einer Phantasiewelt gefangen, bis ich in der Arbeit als Schauspieler wieder einen Weg zurück ins Leben fand.

Seit dieser Zeit interessiert es mich, als Regisseur mit und bei den Menschen zu arbeiten. Vor 30 Jahren fing ich mit ersten kleinen Inszenierungen im „Marzahn“ von Bern an, es folgten Kunstprojekte mit Jugendlichen im Ghetto von Philadelphia auf einem vermüllten Grundstück zwischen abgebrannten Häusern. In San Francisco habe ich zusammen mit Freunden eine Schule für schwererziehbare Jugendliche gegründet und als Künstler die Entdeckung gemacht, dass viele Jugendliche auch auf eine schiefe Bahn geraten, weil ihre aussergewöhnlichen Talente in unserer Gesellschaftsform keine Beachtung finden. Zehn Jahre später realisierte ich ein Theaterprojekt an einer Hauptschule in Berlin-Kreuzberg. Über diese Arbeit mit jungen Menschen aus sechzehn Nationen habe ich den Bericht „Die Kreuzberger Odyssee“ geschrieben. Zufällig las ihn ein Geschäftsführer eines Wirtschaftsunternehmens und meinte, wenn mir diese Theaterarbeit mit Jugendlichen gelungen ist, dann könnte ich auch mit seiner Geschäftsleitung ein Theaterstück inszenieren.

So landete ich in der Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre lang als Künstler mit Hunderten von Managern. Meine Erfahrung über all diese Jahre lehrte mich: Wir Menschen sind uns dem Wesen nach sehr ähnlich. Nur die Kostüme und die Bühnenbilder unterscheiden sich voneinander: Schicke Geschäftsräume vom vermüllten Parkplatz, Statussymbole wie Designer Lederschuhe von den angesagtesten Turnschuhen. Ich sehe und erkenne den Menschen jedoch hinter seinem Kostüm und Bühnenbild und lasse mich nicht durch Müll oder Design von den wesentlichen Fragen ablenken.

Als mich 2007 die Geschäftsleitung der Internationale Bauausstellung in der Lausitz fragte, ob ich gemeinsam mit und bei den Menschen Kunstprojekte realisieren möchte, war ich begeistert. Mit der Kunst dort zu arbeiten, wo sie dringend gebraucht wird, in einer vom Bergbau geschundenen Region, an sieben Orten, auf einem Gebiet von hundert mal achtzig Kilometern Größe!

In drei Jahren haben siebentausend Menschen mitgemacht, mitgedacht, mitgestaltet, mitgefiebert, mitgestritten, mitgeweint und mitgelacht. Gestaunt haben wir alle über das, was uns schließlich nach drei Jahren im Kunstprojekt „Paradies 2“ gelungen ist.

Ich kann mir in Zukunft vorstellen, mit meiner künstlerischen Arbeitsweise Bauprojekte zu realisieren, Landschaften und Stadtparks zu gestalten, politische Konflikte zu lösen und mit Kindern, Jugendlichen, alten Menschen, Profis und Nichtprofis zu choreographieren.

Die Kunst gehört zu jedem Menschen, sie ist eine unerschöpfliche Ressource, ein Lebens- und Heilmittel für tausend Bedürfnisse. Sie leuchtet, wenn sie Kunst ist.

Kontakt: Jürg Montalta

 

In English

 

Self-description of the Institute for Social Pedagogy (IfS)

The Institute of Social Pedagogy focuses on the area of cross-cultural, sociopedagogical learning and development promotion of the concrete social and societal context. The institute’s multicultural team operates multidisciplinarily. A further focus is to learn from each other - practitioners and theorists cooperate in a common, reciprocal process on par with each other.

The institute’s thematic focuses are:

  • the establishment and development of concepts for further education and training in the field of pedagogical assistance, in particular supporting the educational process of IDEA (see below) and the method’s advancement
  • the development and testing of socio-pedagogical processes for job seekers to build and support structures for self-help, to strengthen self-efficacy, and to integrate into the labor market
  • the monitoring and initiation of the diversity approach, the intercultural exchange, and the communication between the modern host society and minorities
  • the development and scientific support of concepts and projects concerning antidiscrimination and anti-racism
  • the support of socio-pedagogical processes in the intercultural work environment by scientific advice and third party evaluations

The members of the institute are:

  • Prof. Dr. Clemens Seyfried (psychologist)
  • Özkan Kalkan (sociologist)
  • Dane Krause (social pedagogue)
  • Ercan Umaç (social pedagogue, therapist)
  • Dr. Mikolaj Bednarski (cultural scientist, economist)
  • Jürg Montalta (director)
  • Alexander Klose (attorney)
  • Miriam Schroer-Hippel (psychologist)

 

Projects:

IDEA

In cooperation with the non-profit association Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben e.V. (Society for Intercultural Coexistence) the IfS develops the basic skills enhancement program IDEA and accompanies its practical application. IDEA aids students to go through an educational process corresponding to their abilities and enhancing these skills to form a strong and sustainable identity. The children and adolescents should not merely be "supplied" with educational programs, but empowered to find their independent ways by participating in educational measures. The concept lays an emphasis on an individual-related, holistic approach, linking it with specific work modules. IDEA works on the causes and is not limited to the fight against symptoms. By means of a daily special training lesson in the schools’ classrooms in small groups of 4-6 students, supervised by a person of trust, the motivation for learning is built up in a continuous manner. Furthermore, based on the individual skill levels, IDEA initiates a supportive learning process in the subjects German and mathematics.

Contact: Dr. Britta Marschke

GIZ

 

TBL

TBL (Trust-Based-Learning) centers the factor trust as the determining variable for learning and development processes. A special challenge at this is the difficulty of operationalizing trust-enhancing behavior. The method investigates within concrete situations what different pedagogical target groups experience as building of trust and to what extent the reflection of this dimension constitutes for respective trust-building behavior by the pedagogic personnel. In the TBL concept this analysis is at the beginning of learning and development processes, so that once clarified, it counteracts the methodic overload of learning paths. It is assumed that after the individual, internal approval for a specific objective the learning work can be initiated. This inner consent is bound to confidence dimensions (e.g. self-confidence and interpersonal trust). Anent measures to integrate people into the working world with the connected necessary learning steps, the trust dimension should be the starting point for the learning process. The task is to create theoretically substantiated and practical development concepts for individuals with the need for learning steps. The elaboration of these trust dimensions and the guidance to a conscious approach to trust development - including the individual cultural biographical contexts - for all actors involved in the learning process are further goals of TBL.

Contact: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

Rife

RIFE (Reflection Instrument for Education) provides an instrument for measuring the reflection competence in pedagogical contexts. RIFE can be used as a selection process component for educational professions. The instrument focuses on those individual dispositions, which are considered relevant from both, the discourse and the experience perspective. It deals with both, the willingness and the ability to reflect on concrete pedagogically relevant situations. The criteria for the reflection process are among others descriptive, interpretive, and explanative statements, which can be differentiated with respect to the awareness of one's own observer status. Based on this focus, the selection of personnel in socio-pedagogical fields of work can illuminate and elaborate the reflection competence criterion as the core competence for the actors involved. The goals are the instrument’s use and further development for the applicants of educational professions.

Contact: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

SURE

The SURE model (SUbjective RElevance) was tested with students pursuing teaching professions in their practical vocational training. The evaluation results show consistently positive effects. SURE is a concrete and clearly structured approach for the advancement of operational competence in pedagogic work situations. The conception allows on the one hand for high self-control considering the integrity of each person and on the other hand provides a "roadmap" structure as a well-defined procedure. SURE assumes that solutions to problematic situations are within the actors themselves and that only those developmental steps have a long-term effect, which highly relate to the actors’ self-competence. For the further work it will be of interest to what extent the individuals in different fields of work experience the model as supportive for the concrete work and in which areas the concept calls for modifications.

Contact: Prof. Dr. Clemens Seyfried

 

Creation of compatibilities

In order to sustainably bring together unsuccessful applicants and companies with open apprenticeship training position, the IfS develops an instrument searching for the cause of the lack of compatibility between trainers and rejected applicants, as well as apprenticeship dropouts. The concept empirically analyzes the reasons for rejecting applicants, the real criteria for being accepted to the training, as well as the causes of premature termination of the apprenticeship, both from the enterprises’ perspective as well as from the juveniles’ point of view. Besides the question of social and professional basic competences, the applicants’ and apprentices’ migration background is problematized in its practical relevance.

Based on the results of the developed instrument, the IFS will elaborate tailored action plans, in order to enduringly bring together unsuccessful applicants and seeking companies. The adolescents will on the one hand be trained in those skills, which have been identified as deficient. On the other hand, the applicants and apprentices with an immigrant background should be sensitized to their potential natural strengths. Based on the results of the study, training courses for the companies will be developed and implemented, in order to strengthen the human resources department and the training supervisors in their decision making, as well as in their communication skills, with the further aim of helping the corporations to establish a non-discrimination business culture.

Contact: Dr. Britta Marschke

 

School without discrimination

Discrimination is conceivable in various patterns within the educational area. With regard to the school system, the first enrollment and the admission to a secondary school (e.g. the Gymnasium) is to be taken into consideration. In everyday school life discrimination still occurs in the form of failed assistance (e.g. for students wearing a headscarf) but also by means of harassment (e.g. in terms of skin color). Finally, the students’ assessment process may have discriminatory features when students receive differing grades, diplomas or recommendations for different types of school despite equal performances. These kinds of conceivable discrimination patterns may overlap and thus be visible and detectable in a special way. An example is the formation of parallel classes when directly or indirectly linked to ethnic origin. In addition to the already in itself critical segregation based on the students’ origin, their religion, their native language or their language skills, one must fear that - contrary to what the schools claim - these students are not adequately promoted in classes, which rather act as "sidings". If classes are stigmatized in this manner, not only the teachers’ commitment is likely to wane, but also the assessment of the students is probable to deteriorate.

While the issue of "discrimination in schools" has so far been almost exclusively discussed in connection with the headscarf ban for teachers, the IfS strives to examine which possibilities there are for students to defend themselves against discrimination (not only but also) by means of anti-discrimination laws and which structural changes are necessary to overcome institutional discrimination in the area of education.

Contact: Alexander Klose

 

Art

When I was a teenager art saved my life. Lost in the world, isolated from the contact with people, I remained caught in a world of fantasy, until I found a way back to life working as an actor.

Since then I have been interested in working as a director with and among people. 30 years ago I started with small performances in the “Marzahn” of Berne, followed by art projects with young people in the ghetto of Philadelphia on a littered lot between charred buildings. Together with friends I founded a school for difficult adolescents in San Francisco. Being an artist I found that one of the reasons why many young people come to a slippery slope is that our society does not acknowledge their extraordinary talents.

Ten years later I staged a play in a secondary school in Berlin-Kreuzberg and wrote a report entitled “Die Kreuzberger Odyssee” (The Kreuzberg Odyssey) about this work with young people from 16 nations. Incidentally a company’s CEO read the report and was of the opinion that since I successfully handled the theater work with adolescents I would also be able to stage a play with the management board.

So I ended up in business and worked for ten years as an artist with hundreds of managers. My experience over all these years has taught me: we humans are very similar to one another by nature. Only the costumes and the stage designs vary. Fancy offices differ from the littered parking lot, designer leather shoes differ from the hippest sneakers. I see and recognize the people behind their stage settings and costumes and I don’t let myself be distracted from the relevant matters by trash or design.

When in 2007 the management board of the Inaternationale Bauausstellung (International Building Exhibition) in Lusatia asked me if I wanted to conduct art projects with and among people, I was thrilled: working with art where it is urgently needed, in a region ravaged by mining, in seven locations, on an area of one hundred by eighty kilometers in size!

During three years, seven thousand people participated, contributed and shared their thoughts, their worries, their excitement, their anger, their tears and laughter. In the end we were all astonished by what we finally succeeded after three years of the art project “Paradies 2”.

With my artistic working style I can imagine to conduct building projects in the future, to configure landscapes and city parks, to solve political conflicts, and to choreograph with children, adolescents, elder people, professionals and non-professionals.

Art belongs to everyone, it is an inexhaustible resource, food and nourishment for a thousand needs. When it is art, it shines.

Contact: Jürg Montalta